KLAUS DIETL

Foto: Stephanie Müller aka Rag Treasure

DE - Klaus Erika Dietl

Klaus Erika Dietl hat an der Akademie der Bildenden Künste (AdBK) in München Malerei und Kunsttheorie studiert. Im Collagieren und Montieren von visuellem und akustischem Material sieht er die Möglichkeit, das vorherrschende Erzähldiktat zu sprengen. Durch das Samplen der Text- und Bildbotschaften und deren Neukombination mit anderem disparatem Material, versucht er eine audiovisuelle Sprache des Intervalls freier Assoziationen zu schaffen. Seit 2012 setzt sich Dietl zunehmend mit dem Bewegtbild auseinander. Dietls erster Langfilm „Das Letzte Loch ist der Mund“ - ein Kunstfilm zur Sprachstruktur der Lüge im Strafvollzug – wurde im Juli 2017 im Münchner Lenbachhaus uraufgeführt.

Der Münchner Künstler schätzt die Splitter im Gewebe und reibt sich am Erzähldiktat. Was tut sich auf, wenn wir es uns – on standby - im Wartezimmer nicht länger bequem machen? Was passiert, wenn wir stattdessen den Raum dahinter betreten, wo sich im nächsten Level „Bilder aus Versehen“ auf einem Seziertisch begegnen?

Neben eigenen Arbeiten setzt Klaus Erika Dietl auch auf den Austausch im Kollektiv. 2009 hat er gemeinsam mit der Münchner Künstlerin Stephanie Müller die fluide Basis MEDIENDIENST LEISTUNGSHÖLLE ins Leben gerufen. In der künstlerischen Auseinandersetzung mit Stephanie Müller ist in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von bildnerischen und filmischen Arbeiten entstanden. Im Herbst 2018 waren Dietl und Müller im Zuge der Fachkonferenz „Das Unarchivierbare Archivieren“ zu Gast in der documenta Halle in Kassel, gefolgt von Performances im Münchner Haus der Kunst, im Züricher Schiffbau, im Staatstheater Darmstadt und in der Berliner Akademie der Künste.

Daneben konnten Dietl und Müller im Zuge von Stipendien eine Reihe von Austauschprojekten in Austin (Texas, USA), Birmingham (UK), Bordeaux (Frankreich), Istanbul (Türkei), Lviv (Ukraine) und Zemo Nikosi (Georgien) umsetzen.

Begleitend zu seinen künstlerischen Projekten ist Klaus Erika Dietl auch im universitären Bereich aktiv, u.a. im Auftrag der Universität Salzburg, der HKT Nürtingen, der Goethe Universität Frankfurt a. Main, der HfK Bremen, der LMU München, der TU Illmenau, der Universität für Angewandte Kunst Wien und der Universität Passau.

Zur Zeit arbeitet Dietl an einem Drehbuch “Für Topsy”. In diesem Experimentalfilm geht er der Frage nach, wie sehr männliche Brutalität unsere Unterhaltungsindustrie nach wie vor gestaltet und bespielt.



EN - Klaus Erika Dietl

Klaus Erika Dietl is a visual artist with a background in literature and filmmaking. Since 2012 he is also part of OK DECAY, a performance group with a fierce love for sonic frictions.

Klaus Erika Dietl studied painting and art theory at the Academy of Fine Arts in Munich. Together with fellow artist Stephanie Müller he initiated MEDIENDIENST LEISTUNGSHÖLLE in 2009. Since then it has evolved from a vibrant underground studio to a nucleus for international art exchanges.

Dietl's main cause of friction is the memory of the unsaid. In his paintings, sound installations and film projects he digs into the lacks of understanding. What makes us take off the blinkers and question our insecurities and reservations?

In summer 2017 he finished his first full length feature film “Our Mouth – The Ultimate Prison”. It was premiered at the Lenbachhaus in Munich. Further highlights include film screenings at the Haus der Kunst (Munich), at the Internationale Kurzfilmtage (Oberhausen) and at SXSW Festival (Austin, Texas, USA). Recently he performed at the documenta Halle in Kassel within the international conference “Archiving The Unarchivable” .

Dialogue lies at heart of Klaus Erika Dietl's art and research projects. In May 2015 Dietl and his fellow artist Stephanie Müller were invited to Sapporo (Japan) for an art exchange with the local performance and media artist community followed by a series of ongoing sound art and film collaborations. Further international encounters include mixed media projects at the Dzyga Art Centre (Lviv, Ukraine), Schneidertempel (Istanbul, Turkey), deFENIKS Art Centre (Antwerp, Belgium) and the REP theatre (Birmingham, UK).

Currently he is working on “For Topsy”, an experimental feature film that questions and deconstructs male brutality within the entertainment industry. 


still from "Our Mouth - The Ultimate Prison", feature film, 90 minutes


still from "Take A Stand, But What To Wear" (OK DECAY/ RagRec)

still from "NEIN", video loop


Web

www.hoelle.media

www.vimeo.com/hoellemedia

www.okdecay.bandcamp.com


instagram

@klaus_erika_dietl

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